#bremenlebt Uuups! Bremen hat sich abgeschafft…

Es hat mich zwar niemand nominiert, aber in Sachen Heimatstadt habe ich glaube ich noch ein Wörtchen mitzureden.

Es sind sogar drei Strophen geworden… und ein Song samt Chorus und Bridge!

Am 8.5. spiele ich in Bremen auf dem #bremenlebt Festival. Wo darf ich nicht verraten, sonst sagen die noch ich hätte einen violetten Vogel im Haus gelagert….

Songtext:

Bremen hat sich abgeschafft

Text + Musik: Immo Wischhusen

Vers 1:

Wunschdenken, Utopien , Träumereien
Leben braucht Freiräume, doch wo sollen die Räume sein?
Dort wo jetzt noch Spielwiese ist sollen bald Zäune sein.
Rechnet Ihr bei dem ganzen ich und mir auch wir und euch mit ein?

Es geht um besoffene Brüller in Bremer Breitengraden
und generverte Nachbarn, die den lästigen Lärm leid waren. Kann man auch verstehen, besonders wenn man will,
doch wenn sich niemand mehr bewegt, dann steht die Welt still.

Das Miteinander leidet unter Einzelgängern.
Wo soll die Meute bleiben? Daheim vor dem Weltempfänger? Und falls Du mich fragst, besonders als Sänger,
ist es im Club desto geiler, je enger.

Eins ist sicher: junge Menschen wollen dancen,
Wirte wollen bewirten, daran hängen Existenzen.
Die einen haben ne Super Nacht, die andern haben sie satt: Herzlich Willkommen in der kultur-freien Hansestadt

Chorus:

HB! Bremen lebt! nur so lange ich meine Ruhe hab Bremen lebt! Doch es brodelt in der Nachbarschaft Bremen überlebt! durch junge kreative Kraft HB – Bremen schläft ! uups! Bremen hat sich abgeschafft.

Vers 2:

Na dann gute Nacht! Da wo Kultur nen grossen Bogen macht,
das Dorf an der Weser träumt weiter vom Grossstadtflavour.
Die Sache dreht sich um Lebensqualität
und um das, was man unter diesem Begriff versteht .

Das ist wohl Auslegungssache oder Auslegeware,
nur es unter den Teppich zu kehren wäre schade.
Der Ostertorsteinweg ist nicht der beste Bettvorleger, doch ein Tummelplatz für geile Girls und Schürzenjäger.

Bei Abenteuerlustigen regiert die Langeweile.
Was bleibt sonst übrig? Die megageile Party Meile?
Ab ins Umland in die Spass Fabrik?
Lieber ins Bermudadreieck solange es die Bars noch gibt.

Der Herr der Rembertiringe schärft die Klinge,
das Viertel wird endgültig vom Nachtleben abgeschnitten.
Das Abschiedslied, das ich hier davon singe
langweilt tierisch, ich bin selbst grad dabei mal eben einzunicken.

Schlaf Nachbar schlaf! In Bremen geht nichts ab.
Die Party steigt im Randbezirk, damit keiner Deine Ruhe stört. Schlaf Nachbar schlaf! Wer feiert wird bestraft.
Samt Anwalt schnell zum Ordnungsamt,
per Strafbescheid hat es sich ausgetanzt.

Vers 3:

Wer seine pünktliche Nachtruhe braucht,
zieht im Idealfall zeitig aus der pulsierenden City raus.
Sucht sich die Ruhe, dort wo man sie finden kann
und stellt sich samt Ego erstmal hinten an.

Man hört der Sielwall lebt von seiner Vielfalt,
typische Viertelbewohner? Die werden nie alt!
Die Neustadt entwickelt dasselbe Problem:
von den offenen Türen sind nur noch die Wände zu sehen.

Das Problem ist hausgemacht, denn da wird Bier getrunken
und auch mal laut gelacht: Wer hat sich das ausgedacht?
Wer hats ins Viertel rein nur nicht rechtzeitig wieder rausgeschafft. und daraufhin einen Elefanten aus dieser Maus gemacht!

Es ist klar, das unerwünschter Lärm nervt.
Doch warum zieht man dann eigentlich hier her?
Der nächtliche Ruf der Eule wird seit Generationen vererbt. Die wollen früh in die Federn, doch nun werden sie geteert.

Angeblich gibt es Anwohner die lieber dösen,
anstatt ihren Teil dieses Luxusproblems zu lösen.
Ich sag einfach umziehen ohne sich zu entblössen, als Zeichen wahrer Größe eine neu entwickelte Wohnung auf den toten Höfen.

Ein Gedanke zu „#bremenlebt Uuups! Bremen hat sich abgeschafft…

Was meinst Du dazu? Schiess los!